es war nicht absicht.
und wenn sie nicht gerade mit ihrer schwester gequatscht hätte, wäre es auch nicht passiert.
man hat einen wundervollen ausblick vom campanile di san marco, venedigs höchstem gebäude. ich hab mich ziemlich weit über die brüstung gebeugt und mich mit meinem neuen objektiv in den milchschaum eines cappuccinos einer deutschen touristin gezoomt, die ihrem offensichtlich gelangweilten begleiter aus dem reiseführer vorliest.
jane „oopsi, jetzt war ich ein bißchen unaufmerksam“ krempl versucht unseren kinderwagen mit vollgas in meinem arsch zu parken, ich kippe vorneüber und falle vom 98,6 meter hohen campanile. gottseidank bin ich geistesgegenwärtig genug, mich mit der linken hand an den krallen einer aufgeschreckten taube festzuklammern.
lange hat der flug nicht gedauert, ich war wohl doch ein bißchen zu schwer für das arme tier, aber das foto konnte ich immerhin noch machen. gelandet sind wir übrigens am tisch des deutschen touristenpärchens.
wenn ich nicht ihren cappuccino ausgetrunken hätte, hätte sie mich gar nicht bemerkt.