Vor 65 Jahren klaffte zwischen den Bäumen ein Loch. Seit bald 5 Jahren gehört die Frauenkirche nun aber schon wieder zum alltäglichen Stadtbild, zum Alltag.
Touristen-Familien werden an ihr vorbeigehen, Fotos davor und davon machen. Vielleicht fragt das ein oder andere Kind "Papa, warum sind die Steine da dunkler als die anderen?"
Vielleicht hat das ein oder andere Kind dann Glück, und Papa kann erzählen, warum manche Steine dunkler sind, warum an dieser Stelle nun kein Loch klafft - und dass das nicht selbstverständlich ist, lange Zeit ganz anders aussah.
Dinge ändern sich, die Stadt ändert sich, die Gesellschaft ändert sich, der 13. Februar ändert sich.
Seit Jahren wurde der Jahrestag des Bombardements auf Dresden am Ende des 2. Weltkrieges von Rechtsextremisten für einen Gedenkmarsch und Propaganda missbraucht.
In diesem Jahr aber gab es zwei Premieren: Auf der Neustädter Seite verhinderten Tausende durch weitestgehend friedliche Blockaden, dass der Marsch der Rechten wie geplant stattfinden konnte.
Und auf der Altstädter Seite reichten sich weitere tausende Menschen die Hände zum friedlichen Gedenken und bildeten einen Ring um Dresdens Altstadt.
Gegen das Vergessen.
Für Kinder, die am 13. Februar nicht fragen müssen "Papa, warum sind hier so viele Polizeiautos?"