Seit ich das erste mal davon gelesen und Bilder gesehen hatte, beim Planen der Route im Vorfeld, stand für mich Fest, das dieser geniale Ort ein Eckpunkt unserer Reise sein wird.
Es handelt sich dabei um den Antelope Canyon bei Page, das wohl bekannteste Exemplar der Slot Canyons in der USA – und auch eines der schönsten und Beeindruckendsten. Die "Schlucht" ist Teil eines eigentlich ausgetrockneten Flussbettes. Die Formen, die das Wasser in die roten Felsen geschliffen und hinterlassen hat und immer noch hinterlässt, sind Einzigartig. Vom Flussbett aus kann man ganz einfach ebenerdig durch einen schmalen Spalt in den "Felsen" hineinlaufen. Man läuft auf dem Boden des ehemaligen Flusses, durch den Engen, bis zu 45 Meter hohen Gang und staunt über die Formen und Farben, die sich einem im Mittagslicht auftun. Die beste Zeit um den Canyon zu Besuchen, weil die Sonne dann am steilsten steht und den Canyon am besten ausleuchtet. Es entstehen Interessante Licht- und Farbspiele.
Um den Upper Canyon zu Besuchen muss man eine Tour buchen, alleine kann man nicht hinein. Zumindest nicht in den "Upper Canyon". Wir buchten also gleich als wir im Dorf ankamen für den nächsten Tag, eine "Phototour". Die ist eine Stunde länger als die Normale und die Führerin. Eine Interessante und sehr geschwätzige Indianerin – sie erzählt von ihrem Leben, ihrem Indianerstamm, den Konflikten zwischen Regierung und der Indianer. Ich schnappte trotz ihrem Tempo das eine oder andere Interessante auf. Die Frau zeigte uns schliesslich nach einer Jeepfahrt zum Eingang des Canyons viele gute Fotopunkte und gab uns Tipps von wo aus, die besten Fotomotive im besten Licht stehen. Fand ich eigentlich ne ganz coole Sache und man hatte auch genügend Zeit sich selbst auszutoben.